Eigentlich sollte in Großenhain ein Erlebnisraum aus Stroh entstehen.
Doch die Ernte gab das Material nicht her und eine Diskussion mit den
Landwirten machte das Erntethema dieses Jah-res deutlich. Es lautet:
Hunger, Kargheit; der Mangel an dem, was im vergangenen Jahr hier thematisiert
wurde, der Mangel am Wasser.
Zahlreiche Waldbrände tobten in diesem Sommer in ganz Europa, Menschen starben, Wald und Ernten wurden vernichtet; vielerorts ein katestrophischer Sommer. Was dem einen zum Albtraum, zur existenziellen Bedrohung wurde, genossen die Deutschen diesmal in einem traumhaften Sommerurlaub an der Ostsee, obwohl es kaum ein Jahr her ist, als unser Land den Sommer über vom Hochwasser im Atem gehalten wurde.
Mit unserer Arbeit "BRANDUNG" möchten wir auf die aktuelle Situation in Südeuropa erinnern und ein Denkmal an die verheerenden Folgen des Feuers setzen.
Die Dimensionen von wetterbedingten Katastrophen, wie Waldbrände, Hochwasser oder Stürme, sind nicht zuletzt die Folge einer auf Ertragsmaximierung gerichteten Landwirtschaftspolitik.
Mit unserer Installation wollen wir den Gästen und der Bevölkerung von Großenhain die Möglichkeit des Nachdenkens geben, über den Zerfall und die Neuentstehung, über die Kraft der Veränderung die immer auch aus dem Katestrophischen entspringt.
Die Installation zeigt die Katestrophe als Chance zu neuem Wachstum und verdeutlicht die ästhetische Faszination des Kreislauf von Vernichtung und Wiedergeburt.