Im Sommer 1999 realisierten Herman Prigann, Frank Schumann und Bernd Schindler erstmals die Strohlandschaften in der Prignitz.
Unser Grundgedanke für die Strohlandschaften war es, für eine befristete Zeit, in der die Felder brachliegen die angefallenen Strohballen zu einem poetischen Erlebnisraum zu arrangieren.
Wir orientierten uns bei der Umsetzung am technischen und zeitlich machbaren Aufwand der Landwirte, denn sie sollten für eine Zusammenarbeit mit Künstlern motiviert werden und dabei ihre Möglichkeiten und Potenzen hinsichtlich der Landschaftsgestaltung neu entdecken.
Auf diese Weise entstanden drei unterschiedliche Strohlandschaften mit ca. 1000 Strohballen in der Prignitz. Für den Zeitraum von einem Monat waren sie Anziehungspunkt zahlreicher Besucher und verwandelten den Acker in einen Erlebnisraum für Auge, Ohr und alle Sinne. Die Strohlandschaften übten eine gewal-tige ästhetische Wirkung auf den Alltag der ländlichen Bevölkerung aus und als die Ballen nach einem Monat ihrer eigentlichen Nutzung zugeführt worden waren, wurde ein Verlust von Landschaft spürbar.
Kunst als Beitrag zur Sensibilisierung des Menschen auf die ästhetische Veränderbarkeit von Landschaft.