Weidenflechterei

Der Gebrauch der Weiden als Flechtmaterial ist seit vielen Generationen bekannt und hatte vor allem in der Korbflechterei eine große Bedeutung. Weniger bekannt ist die Verwendung der Weiden als Unterkonstruktion im Lehmbau. Gerade dieser Einsatzbereich brachte den Künstler Nepomuck Derksen auf die Idee mit Weidenruten mehrfach gekrümmte architektonische Raumgebilde zu entwerfen.
In zahlreichen Ausstellungen, Workshops und Bauwerken entwickelte er in Zusammenarbeit mit Bunte Kuh e.V. aus Hamburg sowohl die Weidenflechterei als auch den Lehmbau kontinuierlich weiter.
In einer von FINIS e.V. organisierten Qualifizierungsmaßnahme übernahm Nepumuck Derksen die Planung und Bauleitung eines Weidenzauns sowie einer Spielhütte aus lebendigen Weiden für den Kindergarten in Baek.


Weide und Lehm sind Materialien, die in der Prignitz reichlich vorhanden sind bzw. gut gedeihen. Sie enthalten keine Schadstoffe und sind sowohl in ihrer Verarbeitung als auch in ihrer Gewinnung nicht besonders energieaufwendig. Die unendliche Formenvielfalt, die sich aus Weide und Lehm erzeugen läßt, prädestiniert ihren Einsatz an Orten an denen uns ein "gesundes Klima" und "Anregung für die Phantasie" besonders wichtig erscheinen.


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